Vermeiden Sie Stürze im Winter

Mit dem Einzug des Winters wird nicht nur die Welt um uns herum von einer malerischen Schneedecke bedeckt, sondern es stellen sich auch besondere Herausforderungen für unsere Sicherheit auf den Straßen ein. Die kalte Jahreszeit bringt nicht nur die offensichtlichen Risiken wie Glatteis und Schnee mit sich, sondern auch eine Vielzahl weiterer Faktoren, die das Sturzrisiko erhöhen können.

Warum ist die Gefahr zu stürzen im Winter besonders groß?

Neben den offensichtlichen Gefahren wie Glatteis, Schnee und rutschige Blätter gibt es weitere Aspekte, die im Winter zu Stürzen führen können. Die früh einsetzende Dunkelheit verschlechtert die Sichtverhältnisse, und viele Bereiche sind unzureichend beleuchtet. Glänzende Oberflächen, Unebenheiten im Boden und verdeckte Hindernisse wie Äste oder Steine werden oft zu spät erkannt, was das Sturzrisiko zusätzlich erhöht.

Warum sind ältere Menschen besonders gefährdet?

Die Wahrnehmung und Orientierung ist im Alter durch Sehschwäche und Schwerhörigkeit manchmal beeinträchtigt. Gleichgewichtsstörungen, nachlassende Muskelkraft und Koordination sowie ein nachlassender Tastsinn in den Beinen erhöhen das Sturzrisiko bei älteren Menschen zusätzlich. Daher ist es besonders wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Risiken zu minimieren.

So vermeiden Sie Stürze im Winter:

  1. Wetterbericht beachten: Verfolgen Sie regelmäßig den aktuellen Wetterbericht, um sich auf mögliche Risiken vorzubereiten und Ihre Woche entsprechend zu planen.
  2. Zeit einplanen: Geben Sie sich genügend Zeit für Termine, um Zeitdruck und Stress zu minimieren. Planen Sie insbesondere im Winter großzügig Zeit für den Hinweg ein.
  3. Passende Schuhe wählen: Tragen Sie gut sitzende Schuhe mit angemessenem Profil und ohne hohe Absätze. Bei langanhaltend glatten Straßen können auch Schuhspikes hilfreich sein, um sicheren Halt zu gewährleisten.
  4. Hilfsmittel nutzen: Gehstöcke mit Anti-Rutsch-Spikes oder ein Rollator können zusätzlichen Halt bieten. Der sogenannte „Pinguingang“ kann auf rutschigem Boden helfen, mehr Stabilität zu finden.
  5. Richtig fallen: Im Falle eines Sturzes ist es wichtig, sofort alle Taschen loszulassen, um die Hände frei zu haben. Schützen Sie Ihr Gesicht mit den Unterarmen bei einem Sturz nach vorne und machen Sie den Rücken rund sowie das Kinn an die Brust, um sich bei einem Sturz nach hinten abzufangen.

Weitere Aspekte zur Sturzprävention:

Neben diesen bewährten Tipps gibt es weitere Maßnahmen zur Sturzprävention, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen:

  1. Regelmäßiges Training: Ein gezieltes Training zur Verbesserung von Gleichgewicht und Muskulatur ist essenziell. Informieren Sie sich über entsprechende Kurse in Sportvereinen, Krankenkassen oder Volkshochschulen.
  2. Gesundheitsförderung durch Bewegung: Neben speziellen Kursen bieten sich auch allgemeine Aktivitäten wie Spaziergänge, Tai Chi oder Yoga an, um die Muskulatur zu stärken und die Balance zu verbessern.
  3. Ganzheitliche Informationen: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) bietet kompakte Hinweise und Übungen zur Sturzprävention. Hier gelangen Sie direkt zu geeigneten Übungen: https://www.dgu-online.de/fileadmin/published_content/2.Aktuelles/News/Textdateien/Broschuere_Sturzpraevention_Uebungen_BZgA.pdf
  4. Medizinische Abklärung: Lassen Sie krankheitsbedingte Risiken, wie Sehstörungen, medizinisch abklären, um nicht nur das Sturzrisiko zu senken, sondern auch Ihre Lebensqualität zu steigern.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps dabei helfen, sicher durch den Winter zu kommen. Bleiben Sie aktiv, gesund und stets auf Ihre Sicherheit bedacht.