Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie - im Notfall richtig handeln
Plötzlich lebensbedrohlich
So erkennen Sie Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie
Notfälle erkennen und richtig handeln
Ein plötzlicher Schmerz in der Brust. Unerklärliche Atemnot. Eine gelähmte Gesichtshälfte. Solche Momente treffen uns unerwartet und oft zählt dann jede Sekunde. Schlaganfall, Herzinfarkt und Lungenembolie gehören zu den akuten Notfällen, die nicht nur lebensbedrohlich sind, sondern auch langfristige Einschränkungen verursachen können, wenn sie nicht schnell behandelt werden. Doch obwohl sie viele Leben betreffen, wissen nur wenige Menschen, wie sie richtig reagieren sollen, wenn jemand in ihrer Nähe, oder sogar sie selbst, betroffen ist.
Ein Notfall liegt immer dann vor, wenn eine akute, lebensbedrohliche Störung der wichtigsten Körperfunktionen entsteht: Kreislauf, Atmung, Bewusstsein. In solchen Situationen entscheidet entschlossenes Handeln über den Verlauf, manchmal sogar über Leben und Tod. Dabei kommt es für Sie nicht darauf an, medizinisches Wissen zu haben, sondern die richtigen Schritte zu kennen:
- Ruhe bewahren,
- Hilfe holen (Notruf 112),
- und einfache Sofortmaßnahmen ergreifen.
In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie typische Warnzeichen von Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie erkennen und richtig reagieren, bevor es zu spät ist.
Gerade die Lungenembolie steht selten im öffentlichen Fokus, obwohl sie jedes Jahr viele Menschen betrifft. Eine Lungenembolie betrifft jährlich etwa eine von 1.000 Personen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko deutlich: Ab dem 80. Lebensjahr erleiden rund zehn von 1.000 Menschen pro Jahr eine Lungenembolie. Insgesamt sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen. Viele wissen gar nicht, dass sie ein erhöhtes Risiko haben: zum Beispiel nach Operationen, langen Reisen, während einer Schwangerschaft oder bei Bewegungsmangel.
Wie bereite ich mich auf einen Notfall vor?
Niemand hofft, jemals in eine solche Situation zu geraten, doch ein strukturiertes Vorgehen kann Leben retten:
- Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen: Regelmäßige Auffrischungskurse bei DRK, ASB oder Johannitern sorgen dafür, dass Sie im Ernstfall sicher handeln können. Dazu gehören Herz-Lungen-Wiederbelebung, stabile Seitenlage, richtige Lagerung von Patienten und die Nutzung eines Defibrillators.
- Notfalltraining zu Hause und am Arbeitsplatz: Üben Sie mit der Familie oder Kollegen realistische Szenarien. Wer einmal geprobt hat, behält in einer echten Situation Ruhe und Übersicht.
- Notfallkontakte und Medikamente griffbereit: Halten Sie wichtige Telefonnummern (wie den Notruf 112) sowie Informationen zu chronischen Erkrankungen, Allergien und regelmäßig eingenommenen Medikamenten stets bereit. Besonders praktisch sind kleine Notfallkärtchen, in die sich die Krankenkassenkarte einstecken lässt. Auf der Rückseite können wichtige Angaben wie Blutgruppe, bestehende Erkrankungen, aktuelle Medikation oder eine Vorsorgevollmacht eingetragen werden. So sind im Ernstfall alle relevanten Informationen sofort zur Hand.
- Achtsamkeit für Warnsignale: Wer aufmerksam auf plötzliche Veränderungen im Verhalten, in der Atmung oder im Schmerzempfinden reagiert, kann frühzeitig Hilfe holen.
Wenn Sie sich auf diese Weise vorbereiten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Notfall schnell und richtig handeln, eine entscheidende Voraussetzung für den Behandlungserfolg.
Herzinfarkt erkennen, verstehen, vorbeugen
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn eines der Herzkranzgefäße plötzlich verschlossen wird. Dann wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, und das Gewebe stirbt ab. Die häufigste Ursache ist ein Blutgerinnsel, das ein zuvor geschädigtes Gefäß verstopft. Risikofaktoren sind unter anderem Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Übergewicht und familiäre Vorbelastung.
Die typischen Symptome eines Herzinfarkts sind:
- Starke Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust, oft ausstrahlend in den linken Arm, Schulter, Unterkiefer oder Oberbauch
- Begleitend können auftreten: Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, Angstgefühle
Bei Frauen sind die Anzeichen häufig weniger eindeutig. Brustschmerzen fehlen manchmal oder sind nur schwach spürbar, während Kurzatmigkeit, Übelkeit oder Oberbauchbeschwerden die einzigen Hinweise sein können. Deshalb werden Herzinfarkte bei Frauen oft später erkannt, was die schnelle Behandlung erschwert.
Sofortmaßnahmen durch Ersthelfer
- Rettungsdienst alarmieren: Sofort den Notruf 112 wählen und den Verdacht auf Herzinfarkt klar kommunizieren.
- Bewusstsein und Atmung prüfen: Die betroffene Person ansprechen und sanft schütteln. Falls keine Reaktion erfolgt, die Atmung prüfen („hören, sehen, fühlen“ für maximal zehn Sekunden).
- Person bequem lagern: Ist die Person bei Bewusstsein, sollte sie mit erhöhtem Oberkörper (z. B. im Sitzen oder leicht aufgerichtet liegend) gelagert werden, um das Herz zu entlasten und die Atmung zu erleichtern.
- Kleidung lockern: Beengende Kleidung öffnen, um die Atmung zu erleichtern.
- Ruhe bewahren: Die betroffene Person beruhigen und selbst ruhig bleiben, um Panik zu vermeiden.
- Keine körperliche Anstrengung: Die Person sollte sich nicht bewegen oder anstrengen.
- Falls die Person bewusstlos ist und nicht (normal) atmet, sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Die Hände übereinander auf die Mitte des Brustkorbs legen und mit 100–120 Drücken pro Minute (5–6 cm tief) fortfahren. Zusätzlich sollten alle 30 Druckmassagen zwei Beatmungen durchgeführt werden (Kopf überstrecken, Nase verschließen, Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase). Bei mehreren Helfern abwechseln, um Ermüdung zu vermeiden, und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weitermachen.
- Stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit mit Atmung: Falls die Person bewusstlos, aber noch atmet, in die stabile Seitenlage bringen und die Atmung kontrollieren.
- Keine Medikamente ohne ärztliche Anweisung: Ersthelfer sollten keine Medikamente verabreichen, es sei denn, die Person hat ein verschreibungspflichtiges Notfallmedikament wie Nitro-Spray und weiß, wie es angewendet wird.
Wichtig: Schnelles Handeln ist entscheidend: „Time is muscle“ – je schneller Hilfe kommt, desto größer die Chance, Schäden am Herzmuskel zu verhindern
Diagnostik und Therapie
Die Diagnose eines Herzinfarkts erfolgt durch eine Kombination aus Untersuchung, EKG und weiteren bildgebenden Verfahren, um schnell festzustellen, welches Herzkranzgefäß betroffen ist und wie groß der Schaden am Herzmuskel ist. Ergänzend werden Blutwerte bestimmt, die anzeigen, ob Herzmuskelzellen geschädigt wurden. Dies hilft den Ärzten, das Ausmaß des Infarkts einzuschätzen.
Die akute Therapie hat das Ziel, die Durchblutung des Herzens schnell wiederherzustellen. Häufig geschieht dies durch eine Katheterbehandlung, bei der das verschlossene Gefäß eröffnet und gegebenenfalls mit einem Stent stabilisiert wird. In schwereren Fällen kann auch eine Bypass-Operation notwendig sein. Parallel dazu erhalten die Patientinnen und Patienten Medikamente, die das Herz entlasten, die Blutgerinnung regulieren und weiteren Herzproblemen vorbeugen. Dazu gehören unter anderem Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, den Blutdruck senken oder den Cholesterinspiegel regulieren.
Nachsorge
Nach der akuten Behandlung ist eine kontinuierliche ärztliche Nachsorge entscheidend. Rehabilitation, Bewegungstherapie und gezielte Maßnahmen zur Lebensstiländerung tragen dazu bei, die Herzfunktion zu stabilisieren, Folgeerkrankungen zu vermeiden und die langfristige Lebensqualität zu verbessern. Wer die Warnzeichen früh erkennt und sofort medizinische Hilfe sucht, erhöht seine Chancen auf eine schnelle Genesung deutlich.
Was ist ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall entsteht, wenn das Gehirn plötzlich nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Häufig liegt die Ursache in einem Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß im Gehirn verschließt, der sogenannte Hirninfarkt. Platzt ein Blutgefäß im Gehirn, strömt Blut ins umliegende Gewebe. Diese Form des Schlaganfalls wird als Hirnblutung bezeichnet. In beiden Fällen sterben Nervenzellen ab, und es kann zu bleibenden Schäden kommen. Die Symptome treten meist plötzlich auf und sind oft einseitig. So bemerken Betroffene eine Schwäche oder Taubheit in Arm, Bein oder Gesicht, können plötzlich nicht mehr richtig sprechen oder verstehen, wirken verwirrt oder haben Schwierigkeiten, Bewegungen zu koordinieren. Auch Sehstörungen wie Doppelbilder oder ein teilweiser Verlust des Sehvermögens sowie starker Schwindel mit Unsicherheit beim Gehen sind möglich. Manche Patienten leiden unter heftigen, unerklärlichen Kopfschmerzen, begleitet von Übelkeit oder Erbrechen.
Um einen Schlaganfall rasch einzuschätzen, kann der FAST-Test helfen:
- Face (Gesicht): Hängt ein Mundwinkel herab?
- Arms (Arme): Kann die Person beide Arme heben?
- Speech (Sprache): Ist die Sprache undeutlich oder verwaschen?
- Time (Zeit): Bei Verdacht sofort den Notruf 112 wählen.
Sofortmaßnahmen durch Ersthelfer
- Notruf112 wählen: Sofort den Rettungsdienst alarmieren und den Verdacht auf Schlaganfall deutlich kommunizieren.
- Bewusstsein und Atmung prüfen: Die betroffene Person ansprechen und sanft schütteln, um das Bewusstsein zu kontrollieren. Atmung überprüfen („hören, sehen, fühlen“ für maximal zehn Sekunden).
- Person beruhigen: Die Betroffene beruhigen, Aufregung und Unruhe vermeiden.
- Bequeme Lagerung: Ist die Person bei Bewusstsein, sollte sie bequem liegen, der Oberkörper leicht erhöht (ca.30°), um die Durchblutung zu unterstützen. Gelähmte Körperteile mit Kissen umpolstern, um Druckschäden zu vermeiden.
- Kleidung lockern: Beengende Kleidung öffnen, um die Atmung zu erleichtern.
- Nichts zu essen oder trinken geben: Aufgrund möglicher Schluckstörungen dürfen keine Nahrungsmittel oder Getränke verabreicht werden.
- Person nicht allein lassen: Die Betroffene bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreuen und beobachten.
- Bewusstlose Person in stabile Seitenlage bringen: Falls die Person bewusstlos, aber noch atmet, in die stabile Seitenlage bringen, um die Atemwege freizuhalten. Bei Verdacht auf Halswirbelsäulenverletzung Vorsicht walten lassen.
- Wiederbelebung bei Kreislaufstillstand: Falls die Person bewusstlos ist und nicht (normal) atmet, sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen (30 Herzdruckmassagen,2 Beatmungen).
- Symptomzeitpunkt merken: Falls möglich, den Zeitpunkt des ersten Auftretens der Symptome notieren – dies ist für die weitere Therapie wichtig.
- Zahnprothesen entfernen: Bei Bewusstlosigkeit eventuell vorhandene Zahnprothesen entfernen, um das Verschlucken zu verhindern.
- Die Person nicht allein lassen und stets Atmung und Bewusstsein kontrollieren, bis der Rettungsdienst eintrifft
Wichtig: Jede Minute zählt: Je schneller Hilfe kommt, desto größer die Chance, Hirnschäden zu minimieren.
Diagnose und Therapie
Je schneller ein Schlaganfall erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf eine weitgehende Genesung. Akut wird durch Bildgebung (CT oder MRT) geklärt, ob ein Infarkt oder eine Blutung vorliegt. Bei Gerinnseln kann eine medikamentöse Auflösung oder mechanische Entfernung erfolgen. Bei Blutungen stehen operative Maßnahmen und intensive Überwachung im Vordergrund.
Langzeitbehandlung:
Nach der Akutphase folgt die Rehabilitation: Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie unterstützen die Wiederherstellung von Beweglichkeit, Sprache und Selbstständigkeit. Medikamentös werden Blutdruck, Blutgerinnung und Cholesterin reguliert, um weitere Schlaganfälle zu verhindern.
Lungenembolie – ein unterschätzter Notfall
Eine Lungenembolie entsteht, wenn ein Blutgerinnsel eine Lungenarterie blockiert. Dies kann die Sauerstoffversorgung des Körpers stark einschränken und ist ein medizinischer Notfall. Meist stammt das Gerinnsel aus einer tiefen Beinvenenthrombose, das sich löst und über den Blutkreislauf in die Lunge wandert. Besonders gefährdet sind Menschen, die längere Zeit immobil sind, etwa nach Operationen, frühere Thrombosen hatten oder bestimmte Risikofaktoren wie hormonelle Verhütungsmittel, Krebserkrankungen, genetische Blutgerinnungsstörungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen oder höheres Alter aufweisen.
Typische Symptome
- Plötzliche Atemnot
- Brustschmerzen, die beim Atmen oder Husten zunehmen
- Schneller Herzschlag
- Husten, eventuell mit blutigem Auswurf
- Schwindel oder Benommenheit
- Bläuliche Verfärbung von Lippen oder Fingernägeln
Wer eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerkt, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte ist es wichtig, die betroffene Person ruhig zu halten, nicht allein zu lassen und wenn möglich in aufrechter Position zu lagern, um das Atmen zu erleichtern.
Sofortmaßnahmen durch Ersthelfer
- Notruf 112 wählen: Sofort den Rettungsdienst alarmieren und den Verdacht auf Lungenembolie deutlich angeben.
- Die betroffene Person ruhig halten und nicht unnötig bewegen, um eine weitere Ablösung von Blutgerinnseln zu vermeiden.
- Den Oberkörper möglichst aufrecht lagern, damit die Atmung erleichtert wird und das Herz entlastet wird.
- Enge oder beengende Kleidung lockern, um die Atmung zu verbessern.
- Beobachten von Bewusstsein und Atmung, bei Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) beginnen, bis der Rettungsdienst übernimmt.
- Die betroffene Person nicht alleine lassen und kontinuierlich betreuen.
- Falls möglich, Zeitpunkt des Symptombeginns notieren für den Rettungsdienst.
- Keine Medikamente verabreichen, außer ärztlich ausdrücklich angewiesen
Diagnostik und Therapie
Die Diagnose erfolgt durch ärztliche Untersuchung, Bluttests, Ultraschall der Beine und bildgebende Verfahren wie CT-Angiografie. Die akute Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Embolie. Zentral ist die Gabe von blutverdünnenden Medikamenten, die das Gerinnsel stoppen und neue Thrombosen verhindern. Bei schweren Embolien kann zusätzlich eine Thrombolyse zur Auflösung des Gerinnsels oder in seltenen Fällen eine Operation notwendig sein. Begleitend werden Sauerstoff, Kreislaufstabilisierung und Schmerzmedikation eingesetzt, um Herz und Lunge zu entlasten.
Prävention und gesunde Lebensweise
Nach einer akuten Lungenembolie wird in der Regel eine Behandlung mit Gerinnungshemmern über drei bis sechs Monate empfohlen, um neue Blutgerinnsel zu verhindern. In schweren Fällen kann anschließend eine Reha-Maßnahme sinnvoll sein, um Kreislauf und Lunge schrittweise zu stärken.
Viele Betroffene erleben nach der Erkrankung auch psychische Belastungen oder Ängste, etwa vor einem Rückfall. Gespräche mit Fachleuten, Selbsthilfegruppen oder psychologischen Anlaufstellen können hier unterstützen, ebenso wie eine feste Alltagsroutine.
Zur Vorbeugung eines erneuten Ereignisses prüft die Ärztin oder der Arzt das persönliche Risiko und entscheidet, ob eine langfristige Einnahme von Gerinnungshemmern notwendig ist. In besonderen Fällen kann auch ein sogenannter Venenfilter (Vena-Cava-Filter) eingesetzt werden, der Blutgerinnsel auffängt, bevor sie in die Lunge gelangen.
Unbehandelt kann eine Lungenembolie lebensbedrohlich sein, mit einer rechtzeitigen Therapie lässt sich das Risiko jedoch deutlich senken. Nach einer überstandenen Embolie können Atemnot oder eingeschränkte Belastbarkeit noch einige Zeit anhalten. In seltenen Fällen entwickelt sich ein chronischer Lungenhochdruck (CTEPH), der weiter ärztlich betreut werden sollte.
Wichtig!
Wer im Notfall die 112 wählt, muss sich keine Sorgen wegen möglicher Kosten machen. Der Anruf und die Anreise des Rettungswagens ist stets kostenfrei, auch wenn sich der Verdacht auf einen medizinischen oder sonstigen Notfall später nicht bestätigt. Es ist wichtig, im Zweifel sofort Hilfe zu rufen, um Gefahren frühzeitig zu erkennen. Meldungen über häufige oder unbegründete Anrufe sollen nicht davon abhalten, die 112 zu wählen, wenn begründete Sorgen bestehen. Ein Anruf aus nachvollziehbarer Sorge gilt nicht als Fehlverhalten und die Kosten werden auch nicht berechnet.
Fazit:
Ob Schlaganfall, Herzinfarkt oder Lungenembolie – viele Risiken lassen sich durch einen gesunden Lebensstil deutlich reduzieren. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Rauchen und übermäßigem Alkohol, Stressbewältigung sowie die Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin. Regelmäßige ärztliche Check-ups helfen, frühzeitig Risikofaktoren zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wer seine Gesundheit aktiv überwacht und aufmerksam auf Warnzeichen achtet, kann im Ernstfall schneller handeln und die Chancen auf Genesung deutlich verbessern.
Eine Notfallsituation ist oft angsteinflößend, besonders wenn ein geliebter Mensch oder eine fremde Person plötzlich akut Hilfe benötigt. Es ist völlig normal, dass in solchen Momenten das Adrenalin hochkocht und man kurz überfordert ist. Wichtig ist, zunächst die eigene Sicherheit und die der betroffenen Person zu gewährleisten. Danach sollte man sofort professionelle Hilfe rufen. Ein kurzer Moment, um durchzuatmen und die Gedanken zu ordnen, kann zusätzlich helfen, das weitere Handeln zu strukturieren.
Besonders die Lungenembolie sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn sie seltener bekannt ist, kann sie ebenso plötzlich auftreten und lebensbedrohlich sein. Wer wachsam bleibt, informiert ist und im Ernstfall schnell reagiert, schützt seine Gesundheit und kann Leben retten.